Fußreflexzonentherapie

Die Fußreflexzonentherapie kommt aus dem Bereich der Komplementärmedizin.
Unter Reflexzonen versteht man Bereiche auf der Hautoberfläche, welche in Verbindung zu allen Geweben, Organen und Körperfunktionen stehen. Man kann sich eine stark verkleinerte Darstellung unseres gesamten Körpers vorstellen, die sich auf unseren Füßen, Händen und auch Ohren widerspiegelt.

Bei der Fußreflextherapie sind die Füße grundlegend in 10 Längszonen und 4 Querzonen unterteilt. Ihnen sind bestimmte Körperbereiche mit den dazugehörigen Organen, Knochen und Gelenken zugeordnet. Somit kann man über Druck auf die entsprechenden Fußpunkte Einfluss auf den gesamten Körper und seine Funktionen nehmen.
Hinweise auf die Reflexologie (Lehre der Reflexe) finden sich in über 5000 Jahren der Menschheitsgeschichte. Bereits 3000 v. Chr. entdeckte man in China medizinische Texte über den Zusammenhang zwischen Füßen und Gesundheitszustand.

Auch Cleopatra im alten Ägypten ließ sich laut Überlieferung mit Vorliebe die Füße massieren.
Selbst der berühmte griechische Arzt der Antike, Hippokrates, schien mit den Ansätzen der heutigen Reflexologie vertraut zu sein.

In vielen weiteren Kulturen und Völkern finden sich Hinweise auf diese uralte Heilmethode.
Basierend auf dem überlieferten Wissen und jahrelanger Forschung fand man heraus, dass ein Organ und das dazugehörige Hautareal durch Nerven des selben Rückenmarksegments versorgt werden.
Ebenfalls fand man im Laufe der Zeit heraus, dass man durch Druckpunkte am Fuß Schmerzen, Anspannung, Magen-Darm-Beschwerden, Müdigkeit, Schlafstörungen und Angstzustände positiv beeinflussen kann.
Durch ein Buch, welches 1938 unter Eunice Ingham veröffentlich wurde, wurde die Fußreflexzonentherapie international bekannt. Die Technik wurde daraufhin immer weiterentwickelt und es wurden Lehrstätten für diese Technik gegründet.

Die Fußreflexzonentherapie senkt nachweislich den Blutdruck, den Puls, die Atemfrequenz, sowie die Blutfettwerte. Weitere Anwendungsgebiete sind Herzkrankheiten, Gelenkbeschwerden, Schlafstörungen, sowie Symptome des „Burn Outs“.

Durch die moderne Medizin und die hochentwickelte Diagnostik sind viele leider skeptisch gegenüber alten ganzheitlichen Therapiemethoden.

Doch auch wenn die Wirkungsweise der Fußreflexzonentherapie bis heute nicht vollständig geklärt werden konnte, bestätigen unzählige Erfahrungsberichte und Forschungsergebnisse die heilkräftige Wirkung der Behandlungsmethode. Daher besinnen sich immer mehr Menschen auf dieses wertvolle Stück Weltkulturerbe und entscheiden sich bewusst für die Fußreflexzonentherapie als sanfte und chemiefreie Behandlungsmethode.


Es gibt unterschiedliche Theorien über die Wirkungsweise dieser Therapieform:

  • Unsere Füße sind mit über 7000 Nerven ein sehr sensibler Bereich des Körpers. Berührungen werden über die peripheren Nerven zum zentralen Nervensystem weitergeleitet, wo sie als Information verarbeitet werden und zur reflektorischen Neueinstellung der Körperfunktionen führen.
  • Eine andere Theorie besagt, dass es zur vermehrten Bildung schmerzlindernder Substanzen (Endorphine) kommt.
  • Aus feinstofflicher Sicht geht man davon aus, dass die Lebensenergie „Qi“ durch die Reflexzonentherapie wieder zum Fließen gebracht wird und somit Energieblockaden, welche zu Schmerzen und Krankheit führen, wieder gelöst werden.
  • Eine weitere Theorie besagt, dass durch den verbesserten Lymphabfluss eine vermehrte Entgiftung und eine Stärkung des Immunsystems herbeigeführt wird.